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Pressemitteilung

Junge Auszubildende in einem Unternehmen

© istockphoto/ Chris Schmidt

Heitzer: Potenziale bei Ausbildung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund nutzen

Anlässlich des Tages des Ausbildungsplatzes besuchte der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer, heute zwei Berliner Ausbildungsbetriebe, die von Unternehmern mit Migrationshintergrund geführt werden: das Unternehmen Uzuner Edelstahlverarbeitung sowie das Saray Café/ Restaurant. Vor Ort informierte er sich über die Ausbildungssituation in den Betrieben. Zugleich appellierte er an die Unternehmerinnen und Unternehmer, mehr Ausbildungsplätze im eigenen Betrieb zu schaffen, hier gebe es noch großes Potenzial. Des Weiteren wies Staatssekretär Heitzer auf die Notwendigkeit einer verstärkten betrieblichen Ausbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund hin, da diese im Vergleich zu deutschen Jugendlichen in der dualen Berufsausbildung unterrepräsentiert seien.

Staatssekretär Heitzer: "Ausbildung ist Zukunft. Nur wer selbst ausbildet, kann dem Fachkräftemangel im eigenen Betrieb begegnen. Von den Betrieben, die von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund geführt werden, bilden immer noch viel zu wenige aus. Hier gibt es noch großes Potenzial, das wir nutzen müssen. Die Unternehmen, die ich heute besucht habe, zeigen, dass es funktioniert. Sie bilden seit Jahren erfolgreich junge Menschen aus und sind ein Vorbild für andere Unternehmen. Auch deutsche Unternehmen müssen sich mehr für Auszubildende mit Migrationshintergrund öffnen. Ein Auszubildender, der sich in mehreren Sprachen und Kulturen auskennt, ist eine Bereicherung für jeden Betrieb. An junge Migrantinnen und Migranten möchte ich appellieren: Bewerben Sie sich rechtzeitig! Ihnen steht ein breites Spektrum von rund 350 Ausbildungsberufen offen! Nutzen Sie die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten der Kammern, der Agenturen für Arbeit sowie der Schulen. Wer als Jugendlicher engagiert, flexibel und mobil ist, hat heute beste Chancen auf einen Ausbildungsplatz."

In Deutschland gibt es ca. 670.000 Unternehmen, die von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund geführt werden. Die Ausbildungsquote bei diesen Unternehmen liegt je nach Herkunftsland lediglich bei 10 bis 19 Prozent. In Betrieben, die von Unternehmerinnen und Unternehmern ohne Migrationshintergrund geführt werden, liegt sie dagegen bei 24 Prozent. Während rund 64 Prozent der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund eine berufliche Ausbildung absolvieren, sind dies nur 31 Prozent der Jugendlichen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.