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Internationale Energieforschung

Globus, Tastatur und Stift im Vordergrund, Hände schüttelnde Geschäftsleute im Hintergrund
© istockphoto.com/ mark wragg

Deutschland ist in die internationale Energieforschung eingebunden. Internationale Forschungskooperationen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Forschungskooperationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) basieren auf drei Säulen: Energieforschung in der EU, Energieforschung in der Internationalen Energieagentur sowie in multilateralen Initiativen zur Energieforschung.


Energieforschung in der EU

Die EU fördert Forschung und Entwicklung auf Basis mehrjähriger Forschungsrahmenprogramme (FRP) auf der Grundlage des EG-Vertrages, Art. 163-173. Ziel ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie zu stärken, die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern und den europäischen Forschungsraum (ERA) auszubauen.

Seit Anfang 2007 läuft das 7. FRP (2007-2013). Insgesamt stehen für das 7. FRP 53,2 Mrd. Euro zur Verfügung. Die nicht-nukleare Energieforschung ist eine von zehn thematischen Prioritäten, für die 2,35 Mrd. Euro vorgesehen sind. Anträge für Forschungsprojekte können auf der Basis von jährlich veröffentlichten so genannten "Calls" eingereicht werden. Der Programmausschuss Energie, in dem das BMWi die Bundesregierung vertritt, unterstützt, berät und kontrolliert die Europäische Kommission bei der Erarbeitung und Umsetzung der "Calls". Interessierte können sich an die Nationale Kontaktstelle Energie wenden, die allen deutschen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Auftrag des BMWi als Beratungs- und Serviceeinrichtung kostenlos zur Verfügung steht.
Um Synergievorteile zwischen nationaler und europäischer Förderpolitik zu realisieren, beteiligt sich das BMWi im Rahmen des FRP an so genannten Europäischen Technologieplattformen wie "Hydrogen and Fuel Cells", "Zero Emission Fossil Fuel Power Plants ZEP" sowie "Electricity Networks of the Future" und an sogenannten ERA-Nets ("Hydrogen and Fuel Cells" und "Fossil Energy Coalition FENCO").

Energieforschung in der Internationalen Energie Agentur

Deutschland ist Gründungsmitglied der Internationalen Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris. Als Reaktion auf die Ölkrise Anfang der 1970er Jahre stand die Sicherung der Ölversorgung im Zentrum des Interesses. Heute bietet die IEA den 27 Mitgliedstaaten ein breites Forum zur gemeinsamen Abstimmung wichtiger Energiefragen. Darüber hinaus bietet die IEA eine Plattform für internationale Forschungskooperationen, die so genannten "Implementing Agreements", an. Schwerpunkte sind Erneuerbare Energien, fossile Energieträger, Energieeffizienz sowie Kernfusion. Deutschland engagiert sich derzeit in 27 Implementing Agreements. Alle Projekte und Aktivitäten im Bereich der Energieforschung werden durch CERT (Committee on Energy Research and Technology) koordiniert, in dem das BMWi die Bundesregierung vertritt.

Hervorzuheben sind die zahlreichen Publikationen der IEA zu unterschiedlichsten Themen, wie beispielsweise der "World Energy Outlook" oder die "Energy Technology Perspectives". In zeitlichen Abständen werden in Länderberichten die Energiesysteme der Mitgliedstaaten durch die IEA evaluiert, Deutschland zuletzt im Jahr 2006.

Multilaterale Initiativen der Energieforschung

Das BMWi engagiert sich auch in multilateralen Initiativen zur Energieforschung, wie z. B. dem Carbon Sequestration Leadership Forum (CSLF) im Bereich von Kraftwerkstechnologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2 und dem International Partnership for the Hydrogen Economy (IPHE) bei Wasserstofftechnologien.