Geschäftsmöglichkeiten mit internationalen Organisationen
Die Bundesregierung unterstützt die Beteiligung der deutschen Wirtschaft an Geschäftsmöglichkeiten, welche die Vereinten Nationen, die Weltbankgruppe und die Regionalen Entwicklungsbanken (REB) durch ihre Ausschreibungen bieten.
- Vereinte Nationen (VN)
- Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB)
- Asiatische Entwicklungsbank (AsDB)
- Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) / European Bank for Reconstruction and Development (EBRD)
- Europäische Investitionsbank (EIB)
- Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB)
- Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD)
- Karibische Entwicklungsbank Caribbean Development Bank (CDB)
- Weltbankgruppe
- Weitere Organisationen
Vereinte Nationen (VN)
Die Vereinten Nationen (VN) erwerben als weltweit größter Einkäufer jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von über 14 Milliarden US-Dollar. Die wichtigsten Beschaffungsstandorte sind New York (ca. 6,5 Milliarden US-Dollar), Kopenhagen (ca. 3,3 Milliarden US-Dollar), Rom (ca. 2,7 Milliarden US-Dollar) und Genf (ca. 0,5 Milliarden US-Dollar).
Die Beschaffungen verteilen sich in etwa gleichmäßig auf Waren und Dienstleistungen. Die am stärksten nachgefragten Sachgüter im VN-Beschaffungswesen sind pharmazeutische Produkte sowie Nahrungsmittel und IT-Ausrüstung, während an Dienstleistungen vor allem Leistungen in den Bereichen Transport und Technik gefragt sind.
Aufgrund ihrer qualitativ hochwertigen Produkte haben deutsche Unternehmen zwar eine hohe Wettbewerbsfähigkeit, nutzen aber noch nicht in ausreichendem Umfang die sich bietenden Geschäftsmöglichkeiten mit den Vereinten Nationen. Gründe sind der mangelnde Bekanntheitsgrad dieser Möglichkeiten; zudem sind Registrierungs- und Ausschreibungsverfahren sehr komplex, und jede VN-Organisation führt eigene Ausschreibungen durch. Zunehmend werden Aufträge auch dezentral in den Empfängerländern vergeben.
Es gehört zur Außenwirtschaftsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), deutsche Unternehmen stärker an das VN-Beschaffungswesen heranzuführen. Das BMWi verfolgt verschiedene Ansätze zur Erhöhung des deutschen Lieferanteils.
Mit Förderung des BMWi wurden Beschaffungsbeauftragte in den Auslandshandelskammern New York, Kopenhagen und Mailand (für Rom) eingesetzt. Diese Stellen bieten deutschen Unternehmen in den genannten wichtigsten Beschaffungsstandorten der VN Beratung und Unterstützung mit Blick auf die Beteiligung an VN-Ausschreibungen an.
Deutsch-Amerikanische Handelskammer
Nicole Klug
Tel.: +1 212 974 8853
nklug@gaccny.com
www.gaccny.com/dienstleistungen/un-beschaffung/
Deutsch-Dänische Handelskammer
Carsten Kier
Tel.: +45 32 83 00 86
cnk@handelskammer.dk
www.handelskammer.dk/dienstleistungen/vn-beschaffung
Deutsch-Italienische Handelskammer
Heidi Ehlers
Tel.: +39 02 398009 10
ehlers@DEinternational.it
www.ahk-italien.it/dienstleistungen/vn-beschaffungswesen/
- Auch die deutschen Auslandsvertretungen unterstützen deutsche Unternehmen. In New York und Genf ist jeweils ein Angehöriger der Ständigen Vertretung Deutschlands auch für Beschaffungsfragen zuständig. Diese Mitarbeiter halten Kontakt mit den maßgeblichen Stellen der VN und stehen für die deutsche Wirtschaft als Ansprechpartner, vor allem bei der Flankierung von Einzelfällen, zur Verfügung.
- Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie werden des Weiteren jährlich insgesamt zwei Seminare in New York, Kopenhagen, Rom oder Genf durchgeführt, um deutsche Firmenvertreter vor Ort an die Besonderheiten des VN-Beschaffungswesens heranzuführen und persönliche Kontakte mit VN-Einkäufern knüpfen zu lassen.